Detlev Friedriszik: Mit Bewegung gegen Parkinson

Haupt-Vortragender ist Detlev Friedriszik,  der bereits vor 17 Jahren die Diagnose Parkinson bekam.  Er kämpft seitdem gegen das  unerbittliche Fortschreiten der Krankheit,  versucht anderen mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen zu helfen und trotz aller Widrigkeiten immer positiv zu bleiben.

Sein Credo ist “ Statt in der Ecke im Sessel auf Neue Medizin zu warten, selbst aktiv zu werden und mit Sport seine Beweglichkeit so lange wie möglich zu erhalten“.  Immer auf der Suche nach der für ihn  geeignetesten Bewegungsart,  stieß er vor nunmehr 14 Jahren auf die sogenannten Smovey-Ringe.

Smovey Ringe sind ein vergleichsweise einfaches Sportgerät, man stelle sich einen Ring vor in dem drei oder vier Kugeln sich immer gegenläufig zur Bewegung des Ringes verhalten.
Detlev Friedriszik stellte schnell fest,  welche positiven Einflüsse bestimmte Übungen auf die fortschreitende Versteifung seiner Muskulatur und Verkleinerung seiner Bewegungsamplitude hatten.

Mission Parkinson

Stacey Macaluso aus den USA zum Beispiel, hat eine Plattform ins Leben gerufen, die wöchentlich neue Bewegungsangebote, entweder als Webinar oder Video kostenfrei für Menschen mit Parkinson anbietet.

Dabei belässt sie es aber nicht, sondern verbindet ihr Angebot mit politischen Forderungen. Sie klärt über den Zusammenhang zwischen der Parkinson Diagnose und Umweltgiften auf. Gerade kürzlich hat sich herausgestellt, dass die USA scheinbar Düngemittel, die in den USA bereits auf der roten Liste stehen, aus anderen Ländern importiert und in der Landwirtschaft einsetzt. Stacey hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf diesen Skandal aufmerksam zu machen und Unterschriften zu sammeln und eine Gesetzesänderung zu erwirken. Sie sagt dazu: „Meine Gemeinde arbeitet an diesen Gesetzen und teilt Ressourcen. Wir sind nicht nur ein Fitnessraum. Wir wollen dazu beitragen, die Zukunft der Parkinson-Krankheit zu verändern.

Schmerzen im Alltag: Thema Wohlbefinden

Schmerzen und Wohlfühlen

„Wie geht es dir?“ Ständig bekommen wir diese Frage gestellt und meistens antworten wir mit einem kurzen „Gut. Und dir?“.  Nur sehr selten denken wir darüber nach, wie es uns geht. Und was bedeutet es eigentlich, wenn wir sagen, es geht mir gut. Was steckt hinter unserem Wohlbefinden?
Wenn wir verstehen, was Wohlbefinden bedeutet und wie viele Facetten es beinhaltet, können wir uns aktiv um unser Wohlbefinden kümmern. Und zwar ganzheitlich und mit allem, was dazu gehört. Und vielleicht schaffen wir es, bei der nächsten Gelegenheit, differenzierter und ehrlicher zu antworten.

Ein ganz besonderer Adventskalender

Wir haben eine Idee:

Wusstest du….
….dass unser Körper und seine Wahrnehmen zu 80% darüber bestimmt, wie es uns psychisch geht;

….dass ein großer Nerv, der als Vagabund bezeichnete Vagusnerv unablässig meldet, ob der Körper in Sicherheit oder in Gefahr ist;

…. dass, wenn durch zu viel Unsicherheit dein Körper Schwierigkeiten bekommen kann, „runterzufahren“, was die Folge hat, dass das Immunsystem nicht richtig arbeiten kann, du nicht klar denken kannst und du im Autopilot durch die Welt marschierst?

Stell dir vor, es gäbe einfache Hilfen, dem Körper das Gefühl von Sicherheit wieder zurückzugeben. Gemeinsam! Dein Kind hilft dir, du hilfst deinem Kind.

Wir laden dich ein auf eine neugierige und spielerische Reise mit uns zu gehen, die für den einen witzig ist, den andern etwas an siene Grenze bringt, aber ernsthaft durchgeführt zu glühender Wachheit und sprühender Freude.

Hier der Link zur Anmeldung* und gerne und bitte an alle Familien und Netzwerke teilen, die sich für Familien und/oder chronische Krankheiten einsetzen und an liebe Freunde und junggebliebene Erwachsene.

Am 1. geht es los :-)

Wir freuen uns schon sehr – waren wir doch sehr kreativ und haben alles selbst mit unsern Kindern getestet.

Herzliche Grüße, das Team von Longcovid-Ganzheitlich,
Mareike Schwed – Tobias Getrost – Viola Tonn

Parkinson, Tischtennis und was wirklich wichtig ist

Thorsten Boomhuis: Ihr wisst alle, dass ich auch am Tischtennistisch ein sehr ehrgeiziger Mensch bin. Wenn ich also zu einer Weltmeisterschaft fahre, werde ich mich hoffentlich noch lange schwertun, meinen Mitstreitern das Feld zu überlassen. Deshalb stand in meinen vergangenen Posts auch der sportliche Wettstreit im Vordergrund.

Eines betone ich dabei aber immer wieder: die Turniere, auch die WM, sind für PingPongParkinson ein Mittel der Öffentlichkeitsarbeit! Es geht darum, durch die Berichterstattung bei den Betroffenen bekannter zu werden, um noch mehr von Ihnen an die Tischtennis-Tische zu holen.

Inbrija – ein Wundermittel? Ein erstes Resumée

Inbrija – erste Erfahrungen

Am 8. Juli 2022 veröffentlichten wir an dieser Stelle ein Interview mit 2 Amerikanerinnen, die seit 3 Jahren Erfahrung mit Inbrija machen konnten. Mittlerweile ist das Medikament auch in Deutschland zugelassen und es liegen uns die ersten Erfahrungsberichte vor.

Wer den Artikel nicht gelesen oder das Interview nicht gesehen hat,  kann das an dieser Stelle nachholen: https://parkinson-journal.de/inbrija

Neurowerkstatt und das Ministry of silly walks

Wenn wir über Bewegung als wirkungsvolle nicht medikamentöse Therapie gegen Parkinson sprechen, dann meinen wir unbewusst die typischen sportlichen Aktivitäten aus der Reha und der Physiotherapie.

Aber entscheidend ist nicht nur, dass man sich bewegt, sondern vielmehr wie man sich bewegt.

Die Wissenschaft hat längst nachgewiesen, dass Bewegungen, die entgegen der Erwartung durchgeführt werden, einen messbar höheren Effekt haben.

Ein Beispiel: einfaches Rückwärtsgehen beeinflusst das dopaminerge System weitaus mehr und erfolgreicher, als das Übliche vorwärts gehen.

Ist das Sport Hormon Irisin der Heilsbringer, auf den wir alle warten?

Ist das Sport Hormon Irisin der Heilsbringer auf den wir alle warten?

Irisin  ist ein sogenanntes Peptid, das unter anderem beim Menschen nach sportlichen Aktivitäten von Muskelzellen freigesetzt wird.
Nun hat die PNAS, die Proceedings of the National Academy of Science, die Ergebnisse einer experimentellen Studie veröffentlicht. In dieser experimentellen Studie, die an Mäusen durchgeführt wurde, konnte nicht nur ein beschleunigter Abbau von Alpha Synuklein  beobachtet werden, sondern es wurde zusätzlich die Ausbreitung einer Parkinson ähnlichen Erkrankung vermindert.

Bewegungstraining für Parkinson Patienten

Privatdozent Doktor Heiko Gaßner vom Universitätsklinikum Erlangen, hat gemeinsam mit der Regionalgruppe Erlangen der Deutschen Parkinson Vereinigung ein Bewegungstrainings-Konzept für Parkinson Patienten entwickelt.

Damit die Patienten auch nach der Reha unabhängig von Zeit und Ort ihre Übungen wiederholen können, hat er gemeinsam mit seinem Team und Wolf-Jürgen Aßmus von der Regionalgruppe Erlangen, das Training einschließlich Anleitung in acht etwa 30 minütige Videos gepackt.

 Daraus ist einzigartiges Videoprojekt entstanden, das seinesgleichen sucht. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Doktor Gassner dafür, dass wir die Videos im Rahmen unserer Mobilitätsoffensive im Parkinson Journal präsentieren dürfen.

Zur Einführung in das Projekt und als eine Art „Making of“, habe ich ein Interview mit Wolf-Jürgen Aßmus geführt. Wolf Jürgen Aßmus, ebenfalls an Parkinson erkrankt, ist Mitglied der-dPV Regionalgruppe Erlangen und zeichnet verantwortlich für Bild, Ton und Schnitt der Videos.

Ich kann nur jedem ans Herz legen, die Übungen für sein eigenes „Hometraining“ zu benutzen, denn hier gilt im Besonderen:

Bewegung ist eine der wenigen erfolgversprechenden nicht medikamentösen Therapien bei Parkinson.

Neurowerkstatt – In 30 Tagen den Parkinson verbessern

Dr. Mareike Schwed bietet in ihrer Neurowerkstatt unter anderem einen Kurs, mit der vielversprechenden Bezeichnung „in 30 Tagen den Parkinson  verbessern“, an.

Ich muss zugeben, dass schon der Titel allein in mir einen inneren Widerspruch hervorrief, stehe ich doch Heilsversprechen ausgesprochen skeptisch gegenüber. Der Begriff Neurowerkstatt hingegen war verlockend genug, mich weiter mit dem Kurs-Angebot auseinanderzusetzen.
Aber ich habe in den letzten Jahren gelernt, das mein Parkinson sich durch ausreichend Bewegung in die Schranken verweisen lässt. Nun ist es leider nicht so, dass dies als Motivation ausreichen würde, denn es gibt ja noch die Option eine halbe L Dopa mehr oder wenn es hart kommt eine LT einzunehmen.