Stammzellentherapie und weitere erstaunliche Erkenntnisse

Heute habe ich einen interessanten Artikel im Newsletter von Bayer gelesen. Ja, genau den meine ich, den Pharmariesen Bayer. Jetzt wirst du stutzig, stimmts? In dem Artikel geht es um einen bahnbrechenden, weichenstellenden Fortschritt in der Parkinsontherapie. Wahrscheinlich ein neues Medikament, dass nur an der Oberfläche wirkt, viel Geld kostet und den Menschen einfach das Geld aus der Tasche zieht.

„Heute schon rückwärts gelaufen?“

Wie nicht-medikamentöse Tricks helfen können besser zu laufen

Es kommt manchmal vor, dass beim Gehen einer meiner Füße ein Eigenleben entwickelt und anfängt sich zu verdrehen. Die Muskeln werden steif, die Zehen rollen sich ein und ich komme beim besten Willen nicht mehr von der Stelle. Da hilft kein gutes Zureden, kein Dehnen, kein gar nichts, außer stehen bleiben, bewusst atmen und entspannen.

Was viele aber nicht wissen: Die Forschung geht inzwischen davon aus, dass Parkinson nicht nur eine einzelne alleinstehende Erkrankung ist. Wir haben es vielmehr mit einer Vielzahl von neurologischen Erkrankungen zu tun, die sich unter einem Parkinson-Dach tummeln. Willkommen zur Parkinson-Party!

Inbrija – ein Wundermittel?

Ein gut und schnell wirkendes Parkinson Medikament ist seit Mai 2022 neu auf dem Markt: Inbrija. Die Ärzte und Krankenkassen zögern hierzulande noch etwas, es zu verschreiben. Es ist ein Inhalat, soviel wissen wir. Aber wie wirkt es, wie lange wirkt es und hat es Nebenwirkungen, ist es etwas für mich? Diese und viele weitere Fragen stellen sich momentan die Menschen mit Parkinson.

Da wir das Glück haben, dass dieses Medikament seit vier Jahren in den USA im Umlauf ist, habe ich die Amerikanerinnen Amy Carlson von Amy Says Dance und Botschafterin der Davis Phinney Stiftung und Kelly Katz, Mitglied bei Amy Says Dance, zu einem Gespräch eingeladen. Beide sind an Parkinson erkrankt und haben Erfahrungen mit Inbrijia gemacht. Wer kann uns nicht besser Antworten auf unsere Fragen geben, als Parkinsonpatienten selbst? Ich fand das Gespräch mit ihnen sehr aufschlussreich. Ich hoffe, ihr findet dort auch Antworten auf eure Fragen.

Was viele aber nicht wissen: Die Forschung geht inzwischen davon aus, dass Parkinson nicht nur eine einzelne alleinstehende Erkrankung ist. Wir haben es vielmehr mit einer Vielzahl von neurologischen Erkrankungen zu tun, die sich unter einem Parkinson-Dach tummeln. Willkommen zur Parkinson-Party!

Gipfelsturm oder Talwanderung / Parkinson-Forschung auf neuen Wegen

Bei jedem Gespräch, das ich über Parkinson führe – und glaube mir, ich habe viele solcher Gesprächegeführt – fällt mindestens einmal der Satz „Jeder Parkinson ist anders.“ Das stimmt, die Symptome zeigen sich bei allen Patient:innen anders und der Verlauf entwickelt sich sehr individuell.

Was viele aber nicht wissen: Die Forschung geht inzwischen davon aus, dass Parkinson nicht nur eine einzelne alleinstehende Erkrankung ist. Wir haben es vielmehr mit einer Vielzahl von neurologischen Erkrankungen zu tun, die sich unter einem Parkinson-Dach tummeln. Willkommen zur Parkinson-Party!

Besser Wissen!

May Evers, selbst an Parkinson erkrankt, ist seit Jahren eine „Aktivistin“ in der Welt der Parkinson Organisationen. Sei es als Kuratoriumsmitglied in der Hilde Ulrich Stiftung, als Mitherausgeberin von TeamDopamin- das Dopaminbuch, als Mitinitiatorin der AktivZeit-Challenge oder als Gründungsmitglied der deutschen Sektion der PD Avengers „Schluss mit Parkinson“, May kennt die Krankheit und alle, die sich um ihre Beämpfung bemühen, besser als kaum eine andere. Sie berichtet in Ihrer Kolumne in unregelmäßigen Abständen aus der Welt der Parkinson-Stiftungen, Selbsthilfegruppen und Forschungsvorhaben.
In „Heimann klärt auf“ wollen wir die Grenzen der Foren sprengen und seine Postings einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen.

Magen, Darm, Bewegung und Parkinson

Frau Prof. Dr. Brit Mollenhauer zum aktuellen Stand der Forschung:

Im Fokus der Forschung steht das Alpha-Synuclein, dessen pathologische Aggregation in den Nervenzellen durch eine Proteinfehlfaltung als wesentliche Ursache von Parkinson identifiziert ist. Drei Strategien werden dabei untersucht: die Hemmung des Aufbaus, die Förderung des Abbaus und die Verhinderung der Weitergabe die Nachbarzellen, quasi deren Ansteckung.

Inbrija, das erste Inhalative Levodopa ist auf dem Markt

Inbrija, das erste Inhalative Levodopa ist auf dem Markt.Die Deutsche Apothekerzeitung schreibt dazu:“Tremor, Rigor, Bradykinesie – lässt die Levodopa-Wirkung nach, tritt bei Parkinson-Patienten die typische Symptomatik wieder auf. Inbrija soll als erstes inhalatives Levodopa diese Off-Phänomene rasch bessern – seit Mai ist es auf dem EU-Markt.Zugelassen ist Inbrija® bereits seit einiger Zeit: Im September 2019 genehmigte die Europäische Kommission das inhalative Levodopa-Präparat, das Parkinsonpatient:innen zur Kupierung von Off-Symptomen anwenden können, nachdem der Humanarzneimittelausschuss der EMA (CHMP) Inbrija® im Juli 2019 zur Zulassung empfohlen hatte. Nun kommt es im Mai auf den deutschen Markt – es ist das erste inhalative Levodopa (L-Dopa) überhaupt.

Ernährung bei Parkinson

Neuerdings weisen immer mehr Studien darauf hin, dass die richtige Ernährung der Erkrankung vorbeugen und ihren Verlauf möglicherweise sogar verlangsamen kann.

Als Richtschnur wird meist die sog. mediterrane Küche empfohlen, also viel frisches Grünzeug, viel Gemüse, Öle mit ungesättigten Fettsäuren, Fisch, Hülsenfrüchten und wenig Fleisch. Immer mehr Studien legen nahe, dass diese Art der Ernährung auch den Verlauf von Morbus Parkinson verlangsamen und sogar das Risiko senken kann, überhaupt daran zu erkranken.