Inbrija- der neue L-Dopa Inhalator

Ein Selbstversuch von Jürgen Zender  und May Evers

   

 

Inbrija – erste Erfahrungen

Am 8. Juli 2022 veröffentlichten wir an dieser Stelle ein Interview mit 2 Amerikanerinnen, die seit 3 Jahren Erfahrung mit Inbrija machen konnten. Mittlerweile ist das Medikament auch in Deutschland zugelassen und es liegen uns die ersten Erfahrungsberichte vor.

Wer den Artikel nicht gelesen oder das Interview nicht gesehen hat,  kann das an dieser Stelle nachholen: https://parkinson-journal.de/inbrija

Was ist das Besondere an Inbrija?

Inbrija ist zuerst einmal nichts anderes als hochdosiertes Levodopa in Pulverform. Es  zielt darauf ab, plötzlich auftretende Wirkungsschwankungen, sogenannte OFF-Phasen, zu überbrücken. Dabei unterscheidet es sich von dem zum gleichen Zweck in Deutschland schon seit geraumer Zeit zugelassenen Levodopa LT in 2 wesentlichen Punkten:

  1. Es kommt ohne die Zusatzstoffe Benserazid beziehungsweise Carbidopa aus.

    Da Dopamin die Blut-Hirn-Schranke nicht überwindet, kann es nicht direkt als Medikament gegeben werden. Die Vorläufer-Substanz Levodopa hingegen gelangt ins Hirn und kann dort in aktives Dopamin umgewandelt werden. Dabei verhindert Benserazid/Carbidops den Umbau von Levodopa in Dopamin noch vor dem zentralen Nervensystem. So gelangt L-Dopa unverändert ins Gehirn, wo es die Ursache der Bewegungsstörungen – den Mangel an Dopamin – mindern kann. 
  2. Es wird inhaliert und nicht geschluckt. Das schont den Magen, und beschleunigt die Wirkung, da es nicht wie Levodopa zuerst den Verdauungstrakt durchlaufen muss. Deshalb spielen die Wechselwirkungen zwischen Eiweiß und Levodopa auch keine Rolle,

Sowohl May Evers, die Moderatorin des eingangs erwähnten Interviews, alsauch  ich selbst haben Inbrija mittlerweile getestet und sind zu ähnlich unterschiedlichen Ergebnissen gekommen wie unsere Interviewpartnerinnen.

May berichtet, dass das Medikament bei ihr unmittelbar wirkt und oft sogar anstatt der empfohlenen 2 Inhalationspillen eine Pille völlig ausreichend ist. Nebenwirkungen wie zum Beispiel Hustenreiz, kennt sie nicht.

Nicht ganz so bei mir. der Wirkungseintritt dauerte etwa 10 Minuten also nur unwesentlich kürzer als bei Levodopa LT,  aber ich bekam von der Inhalation einen Hustenreiz, der mich etwa 2 Stunden erheblich nervte.

Die Website des Herstellers, wenngleich sie sicherlich subjektiv ist,  bietet zahlreiche Informationen zu dem Medikament.

Originalfassung automatisch in´s Deutsche übertragene Fassung

Sehr aufschlussreich sind die Kommentare auf youtube zu unserem Interview, die wir Euch nicht vorenthalten wollen. Die meisten sind zwar auf englisch, aber so eindeutig, dass sie eine gesonderten Übersetzung nicht bedurften.

Jürgen Zender, im September 2022

Bleib auf dem Laufenden.


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