neue Medikamenten-Pumpen in Aussicht

Orale Therapien bei Parkinson sind zeitlich begrenzt, da unter anderem die Parkinson-Krankheit eine progressive neurodegenerative Erkrankung ist. Im Laufe der Zeit führt der fortschreitende Verlust von Dopamin-produzierenden Nervenzellen im Gehirn zu einer Verschlechterung der Symptome. Die Wirkung oraler Medikamente, wie Levodopa, kann im Frühstadium der Erkrankung gut kontrolliert werden. Allerdings entwickeln viele Patienten mit der Zeit Fluktuationen in der Wirksamkeit der Medikation, die als „On-Off-Phänomen“ bekannt sind. Diese Fluktuationen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und zu unvorhersehbaren Schwankungen in den Bewegungsfähigkeiten führen.

Selbst wenige Minuten Bewegung verringern das Krebsrisiko

Eine meiner Horrorvorstellungen ist die Multimorbidität, also das neben Parkinson gleichzeitige Vorhandensein von zwei oder mehr chronischen Erkrankungen oder Störungen. Das trifft vor allem auf das Krebsrisiko zu. Nun hat mich allerdings ein Artikel im Ärztemagazin von heute morgen ein wenig beruhigt.

Studie zeigt vielversprechende Ergebnisse bei fokussiertem Ultraschall

Die Forschung hat in den letzten Jahren zunehmend nach neuen Behandlungsmöglichkeiten gesucht, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Eine vielversprechende Studie, veröffentlicht von Prof. Dr. Dr. h.c. Günther Deuschl in der Zeitschrift „InFo Neurologie + Psychiatrie“, beschäftigt sich mit der unilateralen Ablation des Nucleus subthalamicus (STN) durch die Magnetresonanztomografie(MRT)-gesteuerte fokussierte Ultraschallbehandlung (MRgFUS).

Nicht-invasive Hirnstimulation – neue Handlungsempfehlungen

Die im Ärzteblatt vom 23. Juli 2023 veröffentlichten Handlungsempfehlungen behandeln den Einsatz nicht-invasiver Hirnstimulationsmethoden (NIBS, Non-Invasive Brain Stimulation) für die Behandlung psychischer und neurologischer Erkrankungen.

Die NIBS-Techniken verwenden elektrische oder elektromagnetische Ströme, um spezifische Bereiche des Gehirns anzuregen. Das kann sich als besonders vorteilhaft für die Behandlung von  Parkinson erweisen, da viele Patienten diese nicht-invasiven Methoden bevorzugen und nicht wenige ausschließlich solche Behandlungsformen in Betracht ziehen.
Claudia: Natürlich, das mache ich gerne. Ein Physiotherapeut :in ist ein Gesundheitsprofi, der Patienten dabei hilft, Beweglichkeit und Funktion zu verbessern, Schmerzen zu reduzieren und besseres Gleichgewicht und Koordination zu erzielen. Dies geschieht oft durch körperliche Übungen, Massagen und den Einsatz von spezialisierten Geräten.

Physiotherapie – Interview mit einer Patientin

Parkinson Journal: Guten Tag, ich freue mich sehr, dass Sie heute hier sind, um über Ihre Erfahrungen mit Parkinson und neurologischer Physiotherapie zu sprechen. Könnten Sie zunächst den Zuhörern erklären, was genau die Aufgabe eines Physiotherapeuten ist?

Claudia: Natürlich, das mache ich gerne. Ein Physiotherapeut :in ist ein Gesundheitsprofi, der Patienten dabei hilft, Beweglichkeit und Funktion zu verbessern, Schmerzen zu reduzieren und besseres Gleichgewicht und Koordination zu erzielen. Dies geschieht oft durch körperliche Übungen, Massagen und den Einsatz von spezialisierten Geräten.

Übersicht über die Parkinson-Medikamente

Dies ist der Beginn einer neuen Artikelserie über die Parkinson Medikamente.

In der ersten Folge beginnen wir mit einer einfachen Übersicht über die Medikamente und ihre Wirkungsweise und werden in den nächsten Kapiteln dann genauer auf die einzelnen Medikamentengruppen bzw. -arten eingehen.

Viele sagen oder denken: Meine bisherigen Medikamente wirken nicht mehr – sie haben sich verbraucht – der Körper hat sich zu sehr daran gewöhnt. Diese Einschätzung ist so gut wie immer falsch. Die Wirkung der Medikamente verbraucht sich nicht. Aber der Parkinson verschlechtert sich. Und er braucht eine höhere Dosis, ein genaueres Einnahmeschema oder zusätzliche Medikamente.

Cannabis und Parkinson – Pro und Kontra

Die Wirkung von Cannabis bei Parkinson ist ein aktives Forschungsgebiet, und es gibt verschiedene Erkenntnisse, die darauf hindeuten, dass Cannabis potenziell einige Vorteile für Menschen mit Parkinson haben könnte. Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass weitere Studien erforderlich sind, um diese Ergebnisse zu bestätigen und die genauen Wirkungsmechanismen zu verstehen. Hier sind einige Erkenntnisse aus bisherigen Studien:

Bayer verspricht mit neuer Zelltherapie Fortschritte bei Parkinson

Bayer, der deutsche Pharmariese, hat kürzlich Ergebnisse aus einer vielversprechenden klinischen Studie vorgelegt. Die Studie untersuchte die Wirksamkeit einer neuen Zelltherapie zur Behandlung von Parkinson, einer chronischen und fortschreitenden neurodegenerativen Erkrankung, die weltweit mehr als zehn Millionen Menschen betrifft.

Neuro-Tango. Tanzen als nicht-medikamentöse Therapie

Zu den aktivierenden Therapien gehören klassischerweise Physiotherapie, Ergotherapie und
Logopädie. Aber es gibt auch einige zusätzliche Aktivitäten, die aktivieren und die klassischen
Therapien unterstützen- wie zum Beispiel das Tanzen. Eigenaktivität und Bewegung im Alltag sind
nicht zu unterschätzen.

Vom Spaßfaktor und den sozialen Gemeinsamkeiten abgesehen, werden beim Tanzen allgemein sehr
viele grundlegende Funktionsübungen abgedeckt, die jedermann gut tun. Zusätzlich wirken sie auf
einige Ausprägungen der Erkrankungen reduzierend: (Hackney & Earhart, 2009, 2010)

Ein Ball gegen den Tremor

Viele Menschen mit Parkinson leben schon mehr oder weniger lange mit dem Tremor. Gewöhnen sich irgendwie daran; Medikamente wirken nur sehr beschränkt bzw. haben zum Teil sehr starke Nebenwirkungen.

„Wenn der Vilim-Ball hält, was er im Moment verspricht, ist dies ein Durchbruch in der Behandlung von Tremor bei Parkinson“, meint der Neurologe Dr. Dieter Volc. Er hat diesen auf der Suche nach neuen Hilfsmitteln im Internet entdeckt und testet ihn seitdem informell mit Hilfe interessierter Patient*innen. Umfangreiche Studien zur Wirksamkeit sollen folgen. Erste Ergebnisse sind vielversprechend: Von bis dato 15 Patient*innen haben 12 Personen eine gute Wirkung rückgemeldet.