Einträge von Jürgen

Neues aus der Forschung

Studienphasen und Forschung

Ablauf von Medikamentenstudien:

Phase 0 bis 3: Jede Phase hat spezifische Ziele, von der Sicherheit bis zur Wirksamkeit.
Phase-3-Studien: Sind entscheidend für die Zulassung neuer Medikamente.

Kritische Punkte:

Mangelnde Veröffentlichung: Viele Studienergebnisse bleiben unveröffentlicht, was die Forschung behindert.
Herausforderung bei Studien: Unterschiedliche Parkinson-Formen erschweren die Zusammenführung homogener Studiengruppen.

Medikamenten- und Gerätegestützte Therapien bei Parkinson

Individueller Beginn:

Die Pharmakotherapie sollte rechtzeitig und an die Bedürfnisse der Patienten angepasst gestartet werden.

Ganzheitlicher Ansatz:

Neben Bewegungsstörungen sollten auch autonome und psychische Symptome berücksichtigt werden.

Levodopa als Hauptmedikament:

Es ist der Goldstandard. Die Dosierung soll niedrig, aber effektiv sein.
Angst vor Nebenwirkungen wie Dyskinesien ist unbegründet, da diese gut behandelbar sind.

Veraltete Medikamente:

Anticholinergika (z. B. Akineton) werden aufgrund schwerwiegender Nebenwirkungen (z. B. Verwirrtheit, Halluzinationen) nicht mehr empfohlen.

Diagnose – kinisch oder biologisch?

Vor 85 Jahren entdeckte der Neurologe Friedrich Heinrich Lewy unter dem Mikroskop spezielle Strukturen bei Parkinson-Patienten, die heute als Lewy-Körperchen bezeichnet werden. Diese roten Strukturen gelten bis heute als eindeutiger Nachweis für die Diagnose Parkinson.

50 Jahre später stellte Herr Hornickiewicz in Wien fest, dass die Zellen, die diese Lewy-Körperchen produzieren, auch den Botenstoff Dopamin herstellen und bei der Parkinson-Krankheit verloren gehen.
In der Medizin umfasst Lebensqualität nicht nur das subjektive Wohlbefinden, sondern auch physische, psychische und soziale Faktoren.

Den Geist stärken

Der Vortrag widmet sich kognitiven Interventionen für Menschen mit Parkinson, insbesondere zur Prävention, Verlangsamung oder teilweisen Rückbildung kognitiver Einschränkungen. Frau Professor Dr. Elke Kalbe, Expertin für medizinische Neuropsychologie an der Uniklinik Köln, führte durch das Thema.