Einträge von Jürgen

Diagnose – kinisch oder biologisch?

Vor 85 Jahren entdeckte der Neurologe Friedrich Heinrich Lewy unter dem Mikroskop spezielle Strukturen bei Parkinson-Patienten, die heute als Lewy-Körperchen bezeichnet werden. Diese roten Strukturen gelten bis heute als eindeutiger Nachweis für die Diagnose Parkinson.

50 Jahre später stellte Herr Hornickiewicz in Wien fest, dass die Zellen, die diese Lewy-Körperchen produzieren, auch den Botenstoff Dopamin herstellen und bei der Parkinson-Krankheit verloren gehen.
In der Medizin umfasst Lebensqualität nicht nur das subjektive Wohlbefinden, sondern auch physische, psychische und soziale Faktoren.

Den Geist stärken

Der Vortrag widmet sich kognitiven Interventionen für Menschen mit Parkinson, insbesondere zur Prävention, Verlangsamung oder teilweisen Rückbildung kognitiver Einschränkungen. Frau Professor Dr. Elke Kalbe, Expertin für medizinische Neuropsychologie an der Uniklinik Köln, führte durch das Thema.

Was für wen

Die Veranstaltung behandelt fortschrittliche Therapien für Parkinson-Patienten, insbesondere Pumpensysteme, Tiefe Hirnstimulation (THS) und MRT-gesteuerten hochfokussierten Ultraschall. Ziel ist es, Symptome wie Tremor, Wirkfluktuationen und Bewegungsstörungen zu lindern

Rehabilitation und aktivierende Therapien

Warum aktivierende Therapien sinnvoll sind:
Nach 15 Jahren idiopathischem Parkinson-Syndrom (IPS) treten trotz optimaler medikamentöser Behandlung häufig nicht-medikamentös behandelbare Symptome auf, wie:
Sprach- und Schluckstörungen.
Starthemmung, Freezing.
Stürze, Gleichgewichtsstörungen.
Haltungsstörungen.
Neuropsychologische und neuropsychiatrische Defizite.
Statistiken:
81 % der Patienten stürzen, 23 % erleiden Frakturen.
80 % haben beeinträchtigende Sprachprobleme.
50 % verschlucken sich regelmäßig.