Neurowerkstatt

die Kolumne von Dr. Mareike Schwed

Wer bin ich?

Ich bin Mareike Schwed, 45 Jahre, promovierte Diplom-Sportwissenschaftlerin, Taunuskind, Bewegungsfreak und Auszeitspezialist.

Ich habe die neurowerkstatt im Januar 2015 gegründet, um Menschen mit neurologischer Erkrankung wie Parkinson, Multiple Sklerose und Polyneuropathie auf ihrem Weg zum selbstbestimmten Umgang mit Sport, Training und Bewegung als Gesundheitsressource zu begleiten.

Dr. Mareike Schwed, Neurowerkstatt www.neurowerkstatt.de

Folge 1, In 30 Tagen den Parkinson gezielt verbessern

Ein Selbstversuch

Jürgen Zender, Sonntag, 03.07.2022

Dr. Mareike Schwed bietet in ihrer Neurowerkstatt unter anderem einen Kurs, mit der vielversprechenden Bezeichnung „in 30 Tagen den Parkinson gezielt verbessern“, an.

Ich muss zugeben, dass schon der Titel allein in mir einen inneren Widerspruch hervorrief, stehe ich doch Heilsversprechen ausgesprochen skeptisch gegenüber. Der Begriff Neurowerkstatt hingegen war verlockend genug, mich weiter mit dem Kurs-Angebot auseinanderzusetzen.

Und nun, am Vorabend des Kursbeginns, sitze ich, der gemeinhin als beratungsresistent gilt, an meinem Schreibtisch, drucke das Kurshandbuch aus und hefte die losen Blätter in einem eigens dafür angelegten Ringordner fein säuberlich ab.

Zur Vorbereitung auf das, was da kommen mag, habe ich mir gestern und heute zwei etwa 15 minütige Videos angeschaut, in denen Mareike in ihrer unnachahmlichen, überaus sympathischen und mitreißenden Art, die Idee und das Konzept ihres Kurses erläutert.

Worum geht es genau?

Im Grunde genommen geht es um das auch von mir persönlich gebetsmühlenartig wiederholte Mantra der Bewegung als eine der wenigen wirksamen nicht medikamentösen Therapien.

So leicht wie er gesagt ist, so schwer ist es, diesen therapeutischen Ansatz in den Alltag zu integrieren.

Und es ist genau diese Herausforderung, der sich Mareike mit Ihrem Kurs stellt. Soweit ich das bisher überblicken kann, gibt es 2 fundamentale Prinzipien: Ein durchdachtes, auf spezielle Problemfälle spezialisiertes Trainingskonzept zum einen, und zum anderen größtmögliche Freiheitsgrade in der persönlichen Intensitäts- und Zeitgestaltung. Mareike geht dabei von verschiedenen Motivations-Typen aus und es gehört zu den ersten Aufgaben – noch vor dem eigentlichen Kursbeginn  herauszufinden, zu welchem Motivationstyp man gehört, um dann auf dieser Basis seinen eigenen Trainingskalender zu entwickeln.

Mehr kann und will ich derzeit gar nicht dazu sagen. Morgen geht es erst richtig los und ich werde mir am Ende des Kursrs die Zeit nehmen, an dieser Stelle über meine Erfahrungen zu berichten.