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Bioelektronischer Filter soll den Tremor unterdrücken

neues minimal-invasives Verfahren aus den Niederlanden

DNF-System

Quelle: Life Science Business

Ein „Bioelektronischer neurodegenerativer Filter“ soll ohne großen operativen Eingriff den Tremor unterdrücken.

Die neurodegenerative Filtertechnologie (DNF) ist eine niederländische Erfindung und soll die Lebensqualität von Parkinson-Patienten verbessern. Entwickelt wird diese Technologie von der Firma Life Science Business in Leiden, Niederlande.

Im Prinzip geht es darum, bei Signalen, die vom Gehirn an Muskeln und Nerven gesendet werden, erwünschte von unerwünschten zu unterscheiden und nur die gewünschten Signale durchzulassen.

Dadurch, dass das System gleichzeitig alle Daten rund um die Uhr aufzeichnet, soll die Behandlung mit Hilfe künstlicher Intelligenz im Laufe der Zeit optimiert werden können.

Die bisherigen Behandlungsmethoden der verschiedenen Tremorarten (Medikamente und Tiefe Hirnstimulation) erzielen häufig keine langfristig signifikante Wirkung. Zudem ist die Tiefe Hirnstimulation teuer, birgt Risiken und kommt nur für einen Teil der Patienten in Frage.

Anstatt Elektroden in das Gehirn zu implantieren, werden die Nanoelektroden des DNF-Systems ambulant direkt in die Nerven des peripheren Nervensystems implantiert. Laut Mehrdad Omidvar, CEO von Life Science Business, arbeiten externe Partner (Universitäten und Unternehmen) derzeit an der Entwicklung der am besten geeigneten Nanoelektroden für das DNF-System.

Es liegt auf der Hand, dass durch den Einsatz der DNF-Technologie Behandlungs- und Pflegekosten spürbar gesenkt werden könnten. Life Science Business rechnet mit 70% Ersparnis. Für Erkrankte, die eine Operation am Gehirn strikt ablehnen, ist das DNF-System besonders interessant, da das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) operativ nicht betroffen ist. Der Eingriff wird ambulant und minimal-invasiv durchgeführt und sei mit geringeren Risiken behaftet.

Life Science Business plant, Ende diesen Jahres die klinische Studie starten zu können. Bleibt zu hoffen, dass die hochgesteckten Erwartungen nicht enttäuscht werden.

Quellen: https://www.lifesciencebusiness.nl/ und https://www.universal-sci.com/

Fakten Parkinson Journal

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