Himmelhoch und zu Tode betrübt

Meine Hoffnung wird oft tagsüber hervorgezaubert, bei Sonnenschein und Licht. Da wage ich einen Blick über die Parkinsonmauer, und tu so, als wäre ich gesund.

Kann mich nach einer Nacht mit etwas mehr Schlaf als sonst morgens für den kommenden Tag motivieren und Pläne machen.

Habe manchmal, bei schönem Wetter, Lust auf Leben. Vergesse alles Andere.

Meine Hoffnung wird hervorgelockt, mit Freunden und Menschen die mir begegnen, die mit mir singen, malen, tanzen und lachen. Da wage ich mich für die gemeinsame Zeit heraus aus meinem Schneckenhaus.

Meine Hoffnung wächst, wenn ich erlebe, wie andere Erkrankte mit aufrechter Haltung und unerschütterlichem Humor ihre Krankheit meistern und ihr Leben stemmen. Ich lasse mich dann anstecken von Stärke und innerer Kraft.

Die größte Hoffnung wächst in den Armen meiner Familie und ihrer Liebe.

Meine Angst ist immer gegenwärtig.
Es gelingt mir mal mehr, mal weniger gut, sie zu vergessen.

Mein Dauerversuch heißt:
Im Hier und Jetzt sein
Im Moment bleiben
den Augenblick wertschätzen
Jeden Tag genießen, an dem es mir gut geht.

Kornblume

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